Das Festival

Sex ist überall. Und gleichzeitig tabu.
Sex ist intim. Und dabei öffentlich.
Sex ist dauernd im Gespräch. Aber selten besprochen.

Wie die Idee entstand
Die Ursprünge unseres Festivals sind vielfältig: Im TdU Wien gibt es seit einigen Jahren eine stetige Auseinandersetzung mit Fragen rund um Gender und Sexualität, z.B. in der LGBTI/Queer*Theatergruppe und den Madalena Laboratorien. Aber auch in Mitgliedern anderer Gruppen unseres Vereines brannte das Thema. Inspiriert von SexActually, einem ähnlichen Festival in Johannesburg mit Fokus auf HIV/AIDS, bildete sich ein buntes Team, das sex matters auf die Beine stellte.
In der Zeit der Vorbereitung stellte sich heraus, dass Sexualität in uns viele Fragen und Unsicherheiten auslöst, über die wir aber kaum ehrlich reden, uns oft nicht mal persönlich damit auseinandersetzen. Wir wollen das Ignorieren, das Schweigen und das Lügen brechen und suchen Antworten auf unsere Fragen:
In welcher Weise beeinflusst unsere Sozialisation die Art, Sexualität zu leben und zu begreifen? Welchen Druck üben mediale Bilder von Schönheit, Attraktivität, Sexualität und Sex auf uns aus? Verbinden wir Sex mit gewissen Erwartungen, denen wir gerecht werden müssen? Welche Rolle spielt dabei unser Geschlecht oder das, welches die Gesellschaft uns zuschreibt? Wie gehen wir mit unserer eigenen Sexualität um? Wie beeinflusst unsere sexuelle Orientierung einerseits unsere Möglichkeit, Sexualität zu leben, und andererseits, das Leben in einer heteronormativen Gesellschaft? Wie ist die Beziehung zwischen Liebe und Sexualität? Können wir zwischen ihnen eine Grenze ziehen? …

Was wir erreichen wollen
sex matters will ehrlichen Dialog über ein Thema öffnen, das alle intimst betrifft, dabei einerseits stark tabuisiert, andererseits übermedialisiert ist. Das Festival soll die Möglichkeit bieten, uns in einer wertschätzenden Atmosphäre mit unserer Körperlichkeit zu beschäftigen. Wir wollen den heteronormativen Diskurs aufbrechen, aber auch andere gesellschaftliche und persönliche Normalitäten hinterfragen und uns zu einer Suche nach Alternativen ermutigen.
Welche Ängste haben wir in Bezug auf Sexualität? Wie leben wir Sexualität in einer Gesellschaft, die von sexuellem Leistungsdruck geprägt ist und in der Sex ein Konsumgut geworden ist?

Wen wir erreichen wollen
sex matters soll ein offener Raum für ALLE sein! Für Deine Ideen, für Deine Wünsche, für Deine Bedürfnisse und Deine Spontaneität.
Das Festival will einen Raum schaffen, in dem wir unseren Umgang mit Sexualität hinterfragen und neu gestalten können, in dem wir unsere Ängste konfrontieren, unsere Bedürfnisse erkennen, unsere Spielräume ausloten können, um den persönlichen stimmigen Umgang mit Sexualität zu finden und den eigenen Körper lieben und achten zu lernen. Der Dialog mit anderen bietet die Möglichkeit, das Thema kritisch zu reflektieren, Neues zu entdecken und ermutigt zu Veränderung.
Durch unsere Arbeit an uns selbst soll aber auch der gesellschaftliche Sexualdiskurs aufgebrochen und erneuert werden, indem wir uns während des Festivals auch nach außen richten: mit bunten Aktionen im öffentlichen Raum, Theateraufführungen, Ausstellungen und Vielem mehr.

Wie wir das erreichen wollen
Künstlerische Beiträge aller Art sind willkommen: Performances, Interventionen im öffentlichen Raum, Theateraufführungen, Lesungen, Slam Poetry, Tanz, Workshops, Ausstellungen, Redekreise, Lesekreise…
So vielfältig das Thema ist, so vielfältig sollen auch die Beiträge sein!
Wenn Du unser Programm mit Deinem Beitrag bereichern möchtest, sieh dir hier unseren Call an und schreibe uns von Deiner Idee!

Advertisements

One thought on “Das Festival

  1. Pingback: Wiener Kunstfestival: sex matters - lebe lieber sinnlich

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s